Am ersten Morgen genießen wir ein herzhaftes Frühstück mit köstlichem
Hering bevor wir die Insel erkunden. Auf dem Weg zum Gletscher spuckt und speit
die Erde immer wieder Dampf und Rauch aus, zum einen sind es Geothermieanlagen,
zum anderen heiße Quellen. Dadurch liegt im Land der Elfen und der Trolle immer
ein magischer Schleier über den saftigen Wiesen und den schroffen
Felsformationen. Die Ponys, Kühe und Schafe weiden hier in ihrem Glück und wir
tun es auch. Beim ersten Halt an einer Raststätte entdecke ich zudem meine
Lieblingsschokoriegel aus Polen. Die Isländer wissen einfach, was gut ist;-)
Vorbei an den blauen Bergen geht’s weiter zum Gletscher
Myrderjüköll. Dieser wirkt in seinem schwarz-weißen Kleid aus Asche und Eis wie
ein ungeschliffener Diamant und wir sehen darin eher eine architektonische
Meisterleistung als einen Haufen aus Schnee und Asche, der über Jahrtausende gepresst
wurde.
Des Weiteren begeistern wir uns an zwei Wasserfällen, dem
Skogafoss und dem Seljalandsfoss. Wenn
man länger in diesen Vorhang aus Wasser schaut, dann wird es einem ganz
schwindelig im Kopf. Unbegreifbar sind auch Menge und Wucht des Wassers. In
solchen Augenblicken spüre ich, dass ich ein Teil einer wundervollen Schöpfung
bin und dass es etwas Größeres gibt, das solche Wunder erschafft und das muss ich
auch nicht alles verstehen.
Unser persönliches Highlight heute ist der Strand von Vik,
nicht nur, weil hier die weißen Schaumkronen ständig am schwarzen Lavasand
lecken, sondern weil mehrere Basalthöhlen zu einer feingliedrigen Kathedrale miteinander
verschmolzen sind und die rechteckigen Basaltpfeile im Inneren wie Orgelpfeifen
in diesem Heiligtum wirken. Das ist wahrhaft majestätisch und in unseren Herzen
knien wir jetzt vor Mutter Natur nieder, der besten Architektin dieser Welt. Und Sonja geht auf die Pirsch und macht entsprechende Fotos.





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