Donnerstag, 30. Juli 2015

Is Hestar: Hoppe, Hoppe Reiter, wenn er sitzt, dann....


Hallo Ihr Lieben, 
gestern waren wir vorzüglich Abendessen, haben nebst Fischsuppe und Fischcarpaccio als Vorspeise Scholle und Lachs gehabt und dazu einen leckeren Weißwein getrunken. Sonja hat noch den hiesigen Schnaps, den „schwarzen Tod“ probiert, daher war ich mir nicht sicher, ob sie heute morgen wirklich aufwacht....aber siehe da, sie war putzmunter;-)

Am Vormittag haben wir Reykjavik auf eigene Faust erkundet und vielerlei über die Isländer gelernt. Ab 12 Grad herrscht hier Sommer und die Isländer haben Hitze: sie laufen in T-shirts und kurzen Hosen rum, wir in Fell-und Wanderschuhen sowie dicken Jacken. Sie haben das ganze Jahr über Weihnachten, da es einen Merry-Christmas-Laden gibt, v.a. den Santa-Claus-Briefkasten, der jetzt schon gut gefüllt war mit Briefen von Kindern. Es war lustig, den Duft von Zimt und Weihrauch in dem Laden zu schnuppern und zu erkennen, dass heutzutage alles zu jeder Zeit verfügbar ist. Diese ständige Verfügbarkeit und Erreichbarkeit über Handy und Internet ist Fluch und Segen zugleich.

Aber bevor ich zu philosophisch werde, kommen wir lieber zum lustigen Teil des Tages; zu unserem Ausritt über die Lavafelder. Sonja meinte ja schon vorgestern, dass die Pferde hier alles von ganz alleine machen und die Isländer ja ohnehin für ihre Gutmütigkeit berühmt seien...also haben wir uns mit ein paar anderen todesmutigen Touristen ein Einführungsvideo im Reitcenter angeschaut und unser Testament unterschrieben. Im Video wurde versichert, dass Reiten wie Fahrradfahren sei und die Zügel mit dem Lenkrad vergleichbar sind – alles kinderleicht, Reiter und Ross müssten wie beim Tango miteinander verschmelzen...so eingestimmt ging es dann raus auf die Koppel und von da aus auf die Lavafelder. Was im Video etwas zu kurz gekommen ist; war das Aufsteigen aufs Pferd – das habe ich zur Belustigung der ganzen Gruppe am eigenen Leib erfahren! Meine isländische Stute Sole hat alles mit stoischer Ruhe ertragen und Sonja das Ganze mit der Kamera Schritt für Schritt festgehalten. Immerhin war ich im Liegen eins mit meinem Pferd;-)

Danach ging es flugs von der Horizontalen in die Vertikale, kurz noch Sporen geben und dann machte mein Pferd wirklich alles von ganz alleine. Dank unserer großartigen Guides - fast alles 20-jährige Mädels aus Deutschland - haben wir ein unvergessliches Erlebnis gehabt. Beim Trab wurden unsere tagelang busfahrtgeschädigten Körper mal ordentlich durchgeschüttelt, so dass wir uns morgen wie zwei junge Göttinnen fühlen müssten. Wir werden euch berichten und machen uns jetzt mal hübsch fürs Abendessen, Danke an Sole und Quittasunna (die Stute von Sonja) für diesen schönen Tag!


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