Hallo Ihr Lieben,
dieser Tag stand im Zeichen des Wassers, zunächst weil es
geregnet hatte, dann hatten wir bei unserer Stadtrundfahrt durch Reykjavik
Tränen gelacht und zum Schluss wurde es in der blauen Lagune ordentlich
nass. Aber eins nach dem anderen: Zunächst war ausschlafen angesagt und dann
haben wir noch ein paar Ausflüge gebucht, unter anderen eine Bootsfahrt
zwischen Eisschollen (morgen) und Reiten auf isländischen Ponys. Sonja
versicherte mir, dass sie das von ganz alleine machen, ganz gleich wer auf
ihrem Rücken sitzt. Also haben wir gebucht.
Nun aber zu unserer Stadtrundfahrt, die durchaus
touristische Ziele wie die Hallgrimskirkja (evangelische Betonkirche, die den hiesigen
Basaltsteinen nachempfunden ist), die Harpa mit ihren herrlichen Glaswaben (die
Oper) und das Höfdi-Haus, wo Reagan und Gorbatschow den kalten Krieg beendet
haben, beinhaltete. Aber der eigentliche Knaller war unsere Reiseleiterin Gudborgaruta Hakonzfikatardottir (die Dame in der blauen Jacke). Sie sprach diesen
Zungenbrecher aus und meinte, wir können auch „Dada“ zu ihr sagen – gesagt,
getan. Dada führt uns zu den besagten Highlights und zeigt uns einen
malerischen Leuchtturm am Stadtrand, biegt dann aber schnurstracks ins
Industriegebiet ab, wo sie uns zum Autokauf animiert. Besonders die Japaner
legt sie uns ans Herz. Dann meint sie, dass wir in ein Fischgeschäft gehen
sollen, wenn wir wirklich frischen Fisch haben möchten, nicht ins Restaurant.
Dann zeigt sie uns noch zahlreiche Krankenhäuser, Kindergärten und
Seniorenwohnheime. Wir lachen Tränen.
Ebenso mit Carl, einem Rentner aus England, den wir bitten, am Perlan (das Gebäude mit der Glaskuppel) ein Foto von uns zu
machen. Er hält ständig seine Finger vor die Linse und meint, er sieht nichts;-).
Als er dann doch kurz etwas sieht, fotografiert er Sonjas Hüfte, entdeckt
anschließend die Videofunktion und filmt seine Finger! Dada und er würden sich
gut ergänzen. Weil dieser Tag eh schon so paradox ist, decken wir uns an
einer Hummer-Imbissbude (!) mit Leckereien ein, um dann gestärkt zur blauen
Lagune zu fahren - heißt hier übrigens "Lobster Hut" und ist wohl die isländische Antwort auf "Pizza Hut". Unser Badespass passt auch perfekt zu diesen Tag: Der Bademeister trägt Skiklamotten, die Algenmaske steht uns gut zu Gesicht und am Ende fotografieren wir noch hellblaue Flüße und Seen inmitten einer kilometerlangen Lavakrater-Mondlandschaft - dieser Tag scheint jetzt so unwirklich und grotesk, aber genau so haben wir ihn erlebt und Ihr mit uns. Liebe Grüße von Sonja und Maggie, die jetzt dank der Beauty-Anwendung um Jahre verjüngt ins Bettchen fallen;-)



















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