Hallo Ihr Lieben,
an unserem letzten Abend gehen wir an den Hafen in der
Altstadt und lassen es uns noch einmal kulinarisch so richtig gut gehen mit
Scholle und Kabeljau. Überhaupt haben wir in dieser Woche nur Fisch und
Eierprodukte gegessen. Selbst zum Frühstück gab es Matjes und Thunfischpaste
oder mit Krabben gefüllte Eier. Fleisch hat uns wirklich nicht gefehlt.
Bei
Sonnenuntergang nehmen wir Abschied von der Harpa, die noch einmal mit ihren Waben
funkelt und der Solfar, der Sonnenfahrt von Jon Gunnar Arnarson. Dann spazieren
wir gemütlich eine Stunde zum Hotel.
Am Morgen vor dem Abflug erwartet uns noch ein ganz
besonderer Höhepunkt unserer Reise: das Phallus-Museum in Reykjavik. Hier
schwimmen Hunderte von Schniedeln verschiedener Säugetiere und Fische in
Formalin, kurze, dicke, dünne, verschrumpelte, spitze, wurstige, dickhäutige,
vertrocknete. Den größten hat eindeutig der Pottwal. Sonja hat sich mal daneben
gestellt, um euch die Größenverhältnisse zu demonstrieren. Neben diesen nackten
„Fuckten“ finden wir die unterschiedlichsten Gebrauchsgegenstände viel
witziger. Da gäbe es z.B. das Bügeleisen, den Golfschläger, den Widder mit
einem Penishorn und den Blick unter die Gürtellinie bei der die isländischen Handball-Nationalmannschaft,
die 2008 an den Olympischen Spielen in Peking teilgenommen hat. Ein Gemächt ist schöner als das andere, die Jungs waren
wahrlich keine Schlappschwänze;-)
Danach schlendern wir noch ein wenig durch die Gassen und
entdecken eine Galerie, wo sich Sonja eine schöne Katzenfischhandtasche gönnt.
Faszinierend, dass man aus Fischhaut eine Handtasche machen kann. Und die
riecht nicht mal;-) Apropos
Fisch: An Bord des Fliegers gibt Sonja noch eine Runde getrockneten Kabeljau aus
und legt damit drei Sitzreihen lahm. Diese Köstlichkeit hatten wir uns – neben
dem fermentierten Haifisch – in Island versagt. Ansonsten lebten wir im
Überfluss. Das Universum hat uns reich beschenkt und wir wunderten uns nicht,
als der Himmel über dem isländischen Flughafen bei unserer Abreise weinte.
Schließlich haben die Hochdruckgebiete Sonja und Maggie heute das Land
verlassen. Island war ein grandioses Abenteuer mit nur einmal Regen trotz der
äußerst pessimistischen Wettervorhersage.
Einzig Wale haben wir in der freien Wildbahn nicht gesehen, dafür
aber in der blauen Lagune welche im Badekostüm. Weitere lustige Geschichten
erzählen wir euch gerne brühwarm zuhause,
Liebe Grüße
Maggie und Sonja








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