Freitag, 31. Juli 2015

Reykjavik: Wozu Pottwale, Katzenfische und Kabeljau so gut sind....


Hallo Ihr Lieben,
an unserem letzten Abend gehen wir an den Hafen in der Altstadt und lassen es uns noch einmal kulinarisch so richtig gut gehen mit Scholle und Kabeljau. Überhaupt haben wir in dieser Woche nur Fisch und Eierprodukte gegessen. Selbst zum Frühstück gab es Matjes und Thunfischpaste oder mit Krabben gefüllte Eier. Fleisch hat uns wirklich nicht gefehlt. 
Bei Sonnenuntergang nehmen wir Abschied von der Harpa, die noch einmal mit ihren Waben funkelt und der Solfar, der Sonnenfahrt von Jon Gunnar Arnarson. Dann spazieren wir gemütlich eine Stunde zum Hotel.

Am Morgen vor dem Abflug erwartet uns noch ein ganz besonderer Höhepunkt unserer Reise: das Phallus-Museum in Reykjavik. Hier schwimmen Hunderte von Schniedeln verschiedener Säugetiere und Fische in Formalin, kurze, dicke, dünne, verschrumpelte, spitze, wurstige, dickhäutige, vertrocknete. Den größten hat eindeutig der Pottwal. Sonja hat sich mal daneben gestellt, um euch die Größenverhältnisse zu demonstrieren. Neben diesen nackten „Fuckten“ finden wir die unterschiedlichsten Gebrauchsgegenstände viel witziger. Da gäbe es z.B. das Bügeleisen, den Golfschläger, den Widder mit einem Penishorn und den Blick unter die Gürtellinie bei der die isländischen Handball-Nationalmannschaft, die 2008 an den Olympischen Spielen in Peking teilgenommen hat. Ein Gemächt ist schöner als das andere, die Jungs waren wahrlich keine Schlappschwänze;-)

Danach schlendern wir noch ein wenig durch die Gassen und entdecken eine Galerie, wo sich Sonja eine schöne Katzenfischhandtasche gönnt. Faszinierend, dass man aus Fischhaut eine Handtasche machen kann. Und die riecht nicht mal;-) Apropos Fisch: An Bord des Fliegers gibt Sonja noch eine Runde getrockneten Kabeljau aus und legt damit drei Sitzreihen lahm. Diese Köstlichkeit hatten wir uns – neben dem fermentierten Haifisch – in Island versagt. Ansonsten lebten wir im Überfluss. Das Universum hat uns reich beschenkt und wir wunderten uns nicht, als der Himmel über dem isländischen Flughafen bei unserer Abreise weinte. Schließlich haben die Hochdruckgebiete Sonja und Maggie heute das Land verlassen. Island war ein grandioses Abenteuer mit nur einmal Regen trotz der äußerst pessimistischen Wettervorhersage.

Einzig Wale haben wir in der freien Wildbahn nicht gesehen, dafür aber in der blauen Lagune welche im Badekostüm. Weitere lustige Geschichten erzählen wir euch gerne brühwarm zuhause,

Liebe Grüße

Maggie und Sonja





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